SoPhia, SoPho und ihr Opfer

Selam,

wenn ein Mensch an einer sozialen Phobie und deren Begleiterscheinungen erkrankt, denkt zuallererst Niemand an die nahestehenden Personen des Betroffenen. Über die Monate, ganz von allein, wird der Nahestehende selbst zum Betroffenen der sozialen Phobie. Nicht er erkrankt daran, die Umstände erschweren sein weiteres Leben aber imens. […] Nüchtern zu beobachten ist, dass die “SoPho“, das üble Krakenmonster, nicht nur die “SoPhia“ (den Wirt) fest in der Mangel hat. Etwas abseits, an zuerst einem Krakenarm hängend, ist das andere Opfer der “SoPho“.

Das “SoPho-Opfer“ wird vermutlich zum ersten Mal mit einer psychischen Erkrankung wie dieser konfrontiert. Die ersten Zusprüche, man würde es zusammen durchstehen und dies würde nicht davon abhalten weiter mit der “SoPhia“ den gemeinsamen Lebensweg zu bestreiten, werden irgendwann nur noch wage Zusprüche. Die “SoPho“ ist bald nicht mehr spannend, nicht mehr neu. Nur noch nervend, stressend, depremierend, erschwerend und überaus ernüchternd. Sie wird als Teil der “SoPhia“ angesehen. “SoPhia“ ist also in vielen Streitgesprächen die Schuldige, ganz gleich ob sie nun nur “Wirt“ oder das “Krakenmonster“ selbst ist. Es wird schwer zu differenzieren. Über die Jahre hinweg, falls das “SoPho“-Opfer so lange durchhält, wird es von ganz eigenen Symptomen befallen. Jeder Tag wird zur Last und somit zur Bürde der dennoch starken Liebe. Hinzu kommt die Restbevölkerung dieser Erde, auch sie reagieren auf die “SoPhia“ und erschweren, nerven, stressen, depremieren und ernüchtern letztlich.

Welchen Ausweg gibt es also für das “SoPho-Opfer“? Viele Jahre kann es sich vollkommen zurücknehmen und nur noch für die “SoPhia“ leben, bis diese es irgendwann schafft die “SoPho“ zu bändigen. Die Liebe kann stark sein, doch ist es gesünder, dass das “SoPho-Opfer“ nicht lieber an sich und seine eigene Gesundheit denkt? Er könnte allen Mut zusammennehmen um gegen das Krakenmonster zu kämpfen, er allein wird es nicht erschlagen können, aber er wird feststellen, dass er den Krakenarm an dem er hängt, hinunterreißen kann. Somit wäre er frei. Hätte seine große Liebe aufgegeben und würde diese nun dabei beobachten wie sie letztendlich an dem alltäglichen Schmerz und an der Qual des Verlassenseins dahinstirbt. Doch was hatte das “SoPho-Opfer“ in aller Euphorie damals geschworen? <3

Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“ – Unbekannt

4 Kommentare

  1. Hallo Liebes… Mich hat dein Blog Eintrag echt bewegt … kann aber dazu leider nicht viel sagen, weil mir einfach die Worte dafür momentan fehlen …
    Ich danke dir aber auf jeden Fall nochmals für deine lieben Worte… *seufz* … Mach dir kein Kopf wegen der Mail, ist schon okay 🙂 !
    Hab noch eine schöne Nacht, deine Anika die dich auch NIEMALS vergessen wird – N-I-E-M-A-L-S :-*

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